Januar 2012
227 Einträge
Lerne!- was du kannst.
Probiere aus was du willst.
SEHE was es gibt, SUCHE experimente.
Mache FEHLER
steige auf Berge und Falle in Täler.
Werde FROMM werde verdorben, werde KONSERVATIV und werde RADIKAL: LIEBE, HASSE, dufte+ stinke lache+ weine
und dann vergiss all das und finde deinen eigenen Weg—-
zu gestalten!
Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.
Der wird zur Pflanze, wenn er will,
zum Tier, zum Narr, zum Weisen,
und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.
Er weiß, dass er nichts weiß,
wie alle andern auch nichts wissen,
nur weiß er was die anderen
und er noch lernen müssen.
Wer in sich fremde Ufer spürt,
und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich ungestört,
von Furcht sich selbst entdecken.
Abwärts zu den Gipfeln
seiner selbst blickt er hinauf,
den Kampf mit seiner Unterwelt,
nimmt er gelassen auf.
Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiss wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein, ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.
Der mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben,
und ist selbst dann lebendiger,
als alle seine Erben.
1973 geschrieben von Carlo Karges, Berliner Gitarrist und Songwriter
entscheiden:
http://www.youtube.com/watch?v=y_mn4tlkEZU&feature=related
lachen:
http://www.youtube.com/watch?v=wQ5boOTyz_4&feature=email
verrückt lachen:
http://www.youtube.com/watch?v=eXgdSOxaCGI&feature=related
mitdenken:
http://www.youtube.com/watch?gl=DE&hl=de&v=c1wzR9gGfp8
http://www.youtube.com/watch?v=yndMbtIy5s8&feature=related
herz sein:
http://www.youtube.com/watch?v=yVfCIlAngHQ
geben:
http://www.youtube.com/watch?v=UwUpF-ZlslY&feature=related
moi:
Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.
Salador Dali
Stell Dich dem Leben und greif mit beiden Händen hinein!
Lade jemanden zum Tee ein, der Dir gefährlich sein könnte!
Schreibe kühne Liebesbriefe an deinen eigenen Partner!
Freu Dich über Deine wilden Träume!
Sei entschieden - entweder dafür oder dagegen!
Umarme Bäume!
Weine bei Kinofilmen und singe beim Baden im Mondlicht!
Lass Dich verzaubern und lache laut und so oft Du willst!
Hör? alten Leuten aufmerksam zu!
Freunde Dich an mit Freiheit und - Unsicherheit!
Gehe mit weiten Schritten durch den Regen!
Verzeih so oft wie irgend möglich und gib stets mehr als du nimmst!
Verschenke viel und oft - und am meisten dich selbst, deine Liebe und deine Zeit!
Pflanze unmögliche Gärten und schaukle darin so hoch, wie Du nur kannst!
Baue auch mal herrlich krumme Mauern!
Genieße Deine Stimmungen und Gefühle - und begrüße auch die unangenehmen!
Lerne von den Ungezähmten - und verhalte dich selbst nicht immer nur gezähmt!
Schau deinen Ängsten offen ins Auge!
Tu, was immer du auch tust, mit Liebe!
Sei nicht habgierig, sondern freigiebig, sei nicht nachtragend, sondern im Hier und Jetzt!
Kichere albern und laut mit dem Kind in Dir!
Genieße Rausch und Ekstase - ohne Alkohol und andere Drogen!
Lebe aus vollem Herzen und aus ganzer Seele!
Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte,
im nächsten Leben würde ich versuchen,
mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht so perfekt sein wollen,
ich würde mich mehr Entspannen.
Ich wäre ein bischen verrückter,
als ich es gewesen bin,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde nicht so gesund leben.
Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen,
Sonnenuntergänge betrachten, mehr bergsteigen,
mehr in Flüssen schwimmen.
Ich war einer dieser klugen Menschen,
die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten;
freilich hatte ich auch Momente der Freude,
aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen,
nur mehr gute Augenblicke zu haben.
Falls Du es noch nicht weißt,
aus diesen besteht nämlich das Leben;
nur aus Augenblicken;
vergiß nicht den jetzigen.
Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an
bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.
Und ich würde mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.
Aber sehen Sie…ich bin 85 Jahre alt
und weiß, daß ich bald sterben werde.
Der Tod ist nichts:
Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für euch war,
bin ich immer noch, gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt,
gebraucht nicht eine andere Redensweise,
seid nicht feierlich oder traurig.
Lacht weiterhin über das,
worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Betet, lacht, denkt an mich und trinkt auf mich,
damit mein Name im Hause ausgesprochen wird,
so wie es immer war,
ohne eine besondere Betonung,
ohne die Spur eines Schattens
und hört die Musik.
Das Leben bedeutet das, was es immer war.
Der Faden ist nicht durchschnitten.
Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg,
nur auf der anderen Seite des Weges.
(Charles Pegny)
ich rede weil du nichts sagen wilst, du schweigst weil
ich nicht still war. dich schmerzt mein reden mich dein
schweigen..und ich schweige auch..in der hoffnung auf
die zeit in der wir miteinander reden können…
Leise, lautlos
Schleicht sich das gefühl
Will nicht einsam sein . allein.
Doch…
Nun siehe
Lciht
Am anderen Ende….
Doch welches ende meine ich ?
Den Tunnel?
Es Gibt kein tunnel…
Geheimnissvoll und doch so einfach
Zu verstehen.
Nein, ich will nicht sein…
Allein
Ich streichle mein Gemüt ..
Ein lauter schrei
Die stille danach..
Für immer
Und es ist schön so.
Für was der tod
Für was das leben
Wenn der tod?
Ein kreis
Oder doch nur ein faden?
Im Kreis?
Allein….
Im Kreis
Im Kreis des lichtes Mondes
Warum nicht….
Sinnloses tun,
sinnloses handeln,
warum sich selbst belügen
warum dies tun wenn
man es nicht ernst meint
aus langeweile?
Sinn?
Angesichts….des mondes…
Freier Lauf….der gedanken?
Warum nicht rennerei?
Sinn?
Ich weiß es nicht
Doch!
Natürlich!
Sicherlich….
Gedanken
Freier lauf
Frei
Und nicht allein….!
Manchmal denke ich, der beste Beweis dafür, dass es anderswo im Universum intelligentes Leben gibt, ist der, dass noch keiner versucht hat, Kontakt mit uns aufzunehmen. (Bill Watterson, “Calvin and Hobbes”)
Totenkopf
Das Traurigste ist ein Schmetterling der Nacht.
Nicht Tagpfauenauge - Totenkopf.
Von der Natur befohlen im Dunkeln zu fliegen, gleichzeitig bestraft mit der tödlichen Sehnsucht nach Licht.
Denkt er, wenn er mit dem Lärm der Flügel die Fensterscheibe zerkratzt,
Tot ist Licht? Licht ist Tot?
Folgt er dem Wahnsinn seiner eigenen Seele?
Was ist das Traurigste, Totenkopf?
Dich bedecken
nicht mit Küssen
nur einfach
mit deiner Decke
(die dir
von der Schulter
geglitten ist)
daß du
im Schlaf nicht frierst
Später
wenn du
erwacht bist
das Fenster zumachen
und dich umarmen
und dich bedecken
mit Küssen
und dich
entdecken
Halten
das heißt
Nicht weiter - nicht näher - nicht einen Schritt
oder heißt Schritthalten
ein Versprechen - mein Wort
oder Rückschau
Halten
dich
mich zurück - den Atem an - mich an dich
dich fest
aber nicht
dir etwas vorenthalten
Halten
dich in den Armen
in Gedanken - im Traum - im Wachen
Dich hochhalten
gegen das Dunkel
des Abends - der Zeit - der Angst
Halten
dein Haar mit zwei Fingern
deine Schultern - dein Knie - deinen Fuß
Sonst nichts mehr halten
keinen Trumpf - keine Reden
keinen Stecken und Stab und keine Münze im Mund
Quelle: Erich Fried “Liebesgedichte”, Berlin 1995
Dann, wenn Du gehst, scheinst Du mir nie gewesen.
Ich finde mich, wie der vom Traum erwacht,
Versehnt nach einer nächsten tiefern Nacht,
Zur alten Lüge lächelnd zu genesen.
Dann, wenn Du kommst, weiß ich mich nicht erhalten Je ohne Dich,
Du Herz der toten Welt: Du Brand, vor dessen Glut mich das Erkalten,
Dem ich entrann, erinnernd überfällt
- So schwank ich, willig immer zu verlachen Der frühern Stunde Armut;
find ich mich Zwischen Phantomen taumelnd;
in den Rachen Gleit ich der Zeit, unwissend:
liebt ich Dich Eben im Traum, eben im Traum-Erwachen?
Dies nur: ich tats, blieb unabänderlich.
Wer zum ersten Male liebt,
Sei’s auch glücklos, ist ein Gott;
Aber wer zum zweiten Male
Glücklos liebt, der ist ein Narr.
Ich, ein solcher Narr, ich liebe
Wieder ohne Gegenliebe;
Sonne, Mond und Sterne lachen,
Und ich lache mit - und sterbe.